| Notizen |
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Geburtsort gehoerte zum katholischen Kirchspiel Friedersdorf, Standesamt: Schloss Oberglogau I.
Johann wohnte bei der ersten Heirat in New York auf "MS Steamer "Berlin"".
Maehrisch-Schlesische Presse vom Samstag, 18.08.1917, Seite 3:
"Besitzwechsel. Der Gasthof "Kaiser von Oesterreich" wurde von Herrn ELBIN, der gegenwaertig in Deutschland Militaerdienst leistet, um 90.000 Kronen gekauft; ELBIN beabsichtigt, nach dem Kriege einen großen erstklassigen Gasthof auszubauen."
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=msp&datum=19170818&seite=3&zoom=33&query=%22Elbin%22&ref=anno-search
Johann kam im Juni 1919 von Deutschland nach Freiwaldau, Raymannstr. 15 (Freiwaldau Dorf 15),
war dort Hausbesitzer von Haus Nr. 14 und 15, Gasthaus mit Hedwigsaal und sechs Wohnungen,
meldete sich von dort wieder ab nach Bremerhaven, 31.1.1925,
fuhr z. B. 1912, 1922, 1923, 1924 wiederholt nach New York, von Genua und Bremerhaven aus als scullion, butcher, storekeeper auf Passagierschiffen (mit Namen: "Berlin", "Yorck", "Bremen", "Stuttgart"),
1929 wohl als Passagier mit MS St. Louis von Hamburg nach New York,
jeweils in Ellis Island registriert,
wohnte am 07.08.1928 in Bremerhaven, 15.07.1931 in Freiwaldau, Raymannstr. (15 durchgestrichen) 16, Hotel "Schlesischer Hof", 01.05.1937 in Freiwaldau, Dorf 15, 15.06.1945 in Freiwaldau, Stachanovce 13 bei Hausbesitzerin Berta BURDOVÁ, 18.06.1945 in Freiwaldau, Raymannstr. 13;
wurde am 11.6.1946 zusammen mit Mutter Agnes, Ehefrau Hedwig, Tochter Ursula und seiner
Schwester Mathilde von Niklasdorf aus mit dem Bahn-Vertreibungstransport Nr. 11 nach Goeppingen
"verfrachtet", aus dem Haus 15 in Freiwaldau, Raymannstr 15 (tschechisch: Palackeho);
wohnte 1960 und 1966 in Kirchheim unter Teck, Raunerstr 65, spaeter (1967, 1969) Badwiesen 13, Block 4,
( Quelle: Altvater, Zeitschrift des Maehrisch-schlesischen Sudeten-Gebirgs-Vereines, 86. Jahrgang 1967, Nr. 3, S. 65 ), 1971, 1972, 1973 in Durmersheim ueber Rastatt, Hauptstrasse 15 (bei der Tochter, vermutlich bis zum Lebensende) ( Quelle: Altvater, Zeitschrift des Maehrisch-schlesischen Sudeten-Gebirgs-Vereines, 90. Jahrgang 1971, Nr. 4, S. 94; 91. Jahrgang 1972, S. 69; 92. Jahrgang 1973, S. 66 ), dann wohl in Kirchheim bestattet worden, neben seiner Gattin
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Pilsner Tagblatt vom 9. Dezember 1933, Seite 4:
"Der Bruder als ungetreuer Sachwalter
Troppau. Vor einem Senat des hiesigen Kreisgerichtes hatte sich der Gastwirt Karl ELBIN aus Sandhuebel zu verantworten. Im Maerz 1929 reiste der Bruder des Beschuldigten (Anmerkung: Johann), der Eigentuemer des Hotels "Schlesischer Hof" in Freiwaldau war, nach Amerika ab und betraute vor seiner Abreise den Bruder mit der Fuehrung des Hotels. Dieser sollte das Hotel im bisherigen Umfang weiter fuehren und dem Bruder jaehrlich Rechnung legen. Der Reingewinn sollte selbstverstaendlich abgefuehrt werden. Als Entlohnung sollte der Bruder 500 Kronen monatlich bekommen. Elbin hatte aber seinem Bruder nicht Rechnung gelegt und als dieser im Jahre 1931 zurueckkehrte auch keinen Reingewinn ausgezahlt, sondern, wie die Anklage ausfuehrt, unbezahlte Rechnungen vorgelegt, deren Hoehe sich auf ueber 116.000 Kronen beliefen. Der Rueckgekehrte erhielt nur eine kurze Abrechnung, in der sich die Einnahmen auf 550.112 Kronen, die Ausgaben auf 675.523 Kronen beliefen. Die Buchfuehrung soll recht mangelhaft gewesen sein. Da sich der Hoteleigentuemer durch seinen Bruder schwer geschaedigt fuehlte, kam es zu einem Prozess, der nunmehr vor einem Strafsenat des Kreisgerichtes seinen Abschluss fand. Karl ELBIN wurde schuldig erkannt und zu 4 Monaten schweren Kerkers, verschaerft und ergaenzt durch eine Faste monatlich, mit Wahlrechtsverlust, bedingt auf drei Jahre, verurteilt. Der Schaden ist von ihm nach Kraeften zu ersetzen."
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